Thailand: Zu den aktuellen Straßenblockaden in Bangkok

In der Nacht zum 13. Januar hat die Opposition mit der Blockade wichtiger Verkehrsknotenpunkte in der Bangkoker Innenstadt begonnen. Bei einer lokal begrenzten Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskraeften und einer Gruppe Oppositioneller wurden nachts mehrere Personen verletzt. Seitdem verlaufen die Proteste friedlich.

Mit dieser neuen, zeitlich nicht befristeten Protestkampagne will die Opposition den Druck auf die amtierende Regierung unter Yingluck Shinawatra weiter erhoehen, die Regierung zum Ruecktritt zwingen und die fuer den 2. Februar geplanten Neuwahlen verhindern. Unter dem Eindruck der neuen Proteste haben sich die politischen Fronten im Land nochmals weiter verhaertet. Ein Ende der nun seit Monaten schwelenden innenpolitischen Krise ist derzeit nicht in Sicht.

In Reaktion auf die Straßenblockaden hat das Auswaertige Amt am 13. Januar vormittags seinen Sicherheitshinweis zu Thailand erneut aktualisiert und schreibt nun woertlich:

„Die thailaendischen Behoerden haben aufgrund anhaltender Demonstrationen fuer das gesamte Stadtgebiet sowie fuer an Bangkok grenzende Provinzen ein besonderes Sicherheitsregime nach dem “Internal Security Act” verhaengt.

Seit Montag, dem 13.01.2014, fuehren Regierungsgegner weitere Protestaktionen durch. Mehrere Verkehrsknotenpunkte im gesamten Innenstadtbereich Bangkoks werden vollstaendig blockiert. Zusaetzlich finden vereinzelte Protestmaersche statt. Wichtigste Blockadeorte sind u. a. die im Einzugsbereich großer Einkaufszentren gelegene Phatumwan Kreuzung (MBK/Siam Paragon), Ratchaprasong Kreuzung (Central World), Asoke Kreuzung (Terminal 21) und Sala Daeng Kreuzung (Silom, Patpong Nachtmarkt). Auch am Regierungsgebaeudekomplex Chaeng Watthana, am Victory Monument und der Lad Prao Kreuzung finden Blockaden statt. Es kommt daher zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Reisenden wird dringend empfohlen, ihre Reiseplanung entsprechend anzupassen und laengere Verzoegerungen einzuplanen. Dies gilt auch fuer die Verbindung vom Flughafen Bangkok in die Innenstadt sowie in Richtung Flughafen. Die oertliche Polizei empfiehlt derzeit die Nutzung oeffentlicher Verkehrsmittel. Der Einsatz der U-Bahn, S-Bahn und des Airport Link wurde verstaerkt. Trotzdem kommt es auch hier zu erhoehten Wartezeiten.

Es wird weiterhin geraten, Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen im gesamten Bangkoker Stadtgebiet zu meiden. Nachts sollte dies besonders beachtet werden.

Darueber hinaus wird Reisenden generell dazu geraten, ausreichend Zeit fuer Transfers in und um Bangkok einzuplanen.

Es wird empfohlen, sich ueber diese Reisehinweise und die Medienberichterstattung ueber aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und den Anweisungen von Sicherheitsorganen sowie dem Rat von Reiseveranstaltern Folge zu leisten.“

Aktuell reisen zahlreiche Gaeste von uns in Bangkok, sie sind alle wohlauf.

Wir stehen in engem Kontakt mit den Reiseleitern der derzeit in Bangkok reisenden Gaeste und unseren oertlichen Leistungstraegern. Die Besichtigungsprogramme passen wir den oertlichen Begebenheiten an und verzichten bis zum Ende der Straßenblockaden auf alle Stadtrundfahrten mit gecharterten Bussen. Fuer den Anfahrtsweg zu vorgesehenen Besichtigungspunkten benutzen wir – sofern aus Sicherheitsgruenden vertretbar und machbar – oeffentliche Verkehrsmittel oder fahren per Boot ueber den Chao Phraya an.

Gemeinsam mit unseren Reiseleitern und den oertlichen Leistungspartnern beobachten wir die Lageentwicklung sehr aufmerksam: Sollten sich rund um die geplanten Massenproteste oertliche Gewaltausbrueche ereignen oder sich eine weitere Zunahme der innenpolitischen Spannungen abzeichnen, werden wir auch sehr kurzfristig alle fuer die Sicherheit unserer Gaeste erforderlichen Maßnahmen ergreifen und unter anderem auch eine vorzeitige Abreise aus Bangkok in Erwaegung ziehen.

Reiseleiter und oertliche Leistungstraeger sind landesweit und vor allem in Bangkok zu hoechster Vorsicht aufgerufen. Demonstrationen und Protestkundgebungen meiden wir weitraeumig. Zudem fordern die Reiseleiter unsere Kunden auf, auch in der programmfreien Zeit auf Aufenthalte in Stadtvierteln, in denen Demonstrationen und Straßenblockaden geplant sind, zu verzichten.

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