EU will Passagierrechte konkretisieren

Die Europäische Union hat eine Neufassung der Verordnung zu den Fluggastrechten angekündigt. Dadurch soll eine Reihe von Unklarheiten beseitigt werden, die in den vergangenen Jahren die Gerichte beschäftigt haben.

Festgelegt werden sollen unter anderem die Ausgleichszahlungen bei Flugverspätungen. Nach bisheriger Rechtsprechung gibt es bereits ab drei Stunden Verspätung Geld von der Airline. Die EU will diese Grenze je nach Länge des Fluges auf fünf bis zwölf Stunden anheben. Allerdings soll die Fluggesellschaft verpflichtet werden, bei Verspätungen für eine anderweitige Beförderung zu sorgen, wenn sie nicht innerhalb von zwölf Stunden selbst den Fluggast befördern kann. Formulare für die Anmeldung von Ansprüchen müssen nach den EU-Plänen bereits am Flughafen bereitgestellt werden.

Darüber hinaus sieht der Entwurf eine Reihe neuer Rechte vor. So sollen auch Flüge, die weniger als zwei Wochen vor dem Termin verschoben werden, wie Annullierungen oder Verspätungen behandelt werden. Die gängige Praxis, Passagieren den Rückflug zu verweigern, wenn sie bei restriktiven Tarifen den Hinflug nicht wahrgenommen haben, will die EU untersagen. Auch die Korrektur eines falsch geschriebenen Namens soll bis 48 Stunden vor Abflug kostenlos sein.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Passagierrechte für die Airlines zu begrenzen, soll nach den Plänen der EU der Anspruch auf Versorgung und Unterbringung von gestrandeten Passagieren nur noch drei Tage lang gelten, bei regionalen Carriern überhaupt nicht mehr. (Quelle: Touristik Aktuell)

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