Airlines müssen Fluggäste betreuen

Bei Flugausfällen müssen sind Airlines in jedem Fall zu Betreuungsleistungen verpflichtet – unabhängig von der Ursache der Annullierung. Das hat der Europäische Gerichtshof am heutigen Donnerstag entschieden. Die Richter stellten klar, dass die Passagiere „in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit“ Verpflegung und gegebenenfalls eine Hotelunterbringung erhalten müssen. Eine Begrenzung zeitlicher oder finanzieller Art gebe es dabei nicht.

Im verhandelten Fall hatte eine Passagierin von Ryanair nach dem Vulkanausbruch im April 2010 eine Woche lang im portugiesischen Faro festgesessen und keinerlei Betreuung erhalten. Die Fluggesellschaft verweigerte die Erstattung der Kosten mit dem Argument, die damalige Sperrung des Luftraums gehe über sonst vorkommende „außergewöhnliche Umstände“ hinaus und die Betreuungspflicht entfalle daher.

Dem widersprach das Gericht. Zwar könne die Verpflegung und Unterbringung von Flugreisenden bei einer längeren Wartezeit durchaus beträchtliche wirtschaftliche Folgen für die Airlines haben. Als „umsichtige Unternehmer“ müssten sie diese Kosten aber voraussehen und eventuell auf die Flugpreise umlegen. (Quelle: Touristik Aktuell)

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