Lufthansa: Billigflieger für dezentrale Flüge

Lufthansa stellt den Verkehr außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München neu auf: Zum 1. Januar 2013 werden die so genannten Direktverkehre mit der Low-Cost-Tochter Germanwings in einer neuen Gesellschaft vereinigt. Sitz des Carriers soll Köln sein. Neben den 32 Flugzeugen von Germanwings und rund 35 von Lufthansa werden auch 23 Maschinen von Eurowings in die Flotte eingehen. Im ersten Jahr sollen rund 18 Millionen Passagiere befördert werden.
Über Namen und Markenauftritt der Gesellschaft wird erst in den kommenden Monaten entschieden. Das seit Monaten diskutierte Projekt firmiert bisher unter dem Arbeitsnamen “Direct 4U”, eine Kombination aus “Direct Services” und dem Iata-Code von Germanwings.
Ziel der Zusammenführung ist es vor allem, die Kosten im defizitären Europa-Verkehr von Lufthansa zu senken. “Die Bündelung unserer innerdeutschen und europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehre birgt erhebliche Effizienzpotenziale”, erklärt Lufthansa-Chef Christoph Franz. Die Neugründung solle aber “als Teil des Lufthansa Airline Verbundes mit entsprechendem Qualitätsanspruch unterwegs sein”.
Die offizielle Bekanntmachung am gestrigen Mittwoch kam überraschend: Der Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal der Lufthansa ist noch nicht beigelegt, und die Arbeitnehmervertreter hatten sich stets gegen eine Auslagerung ausgesprochen, die eine geringere Bezahlung mit sich bringt.

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