Australien Städte sind sehr unterschiedlich

Wüstenorte mit drei Einwohnern und die Weltstadt Sydney. Heute im Pazifik surfen und morgen in den Snowy Mountains Ski fahren. Kängurus hüpfen und Koalas schlafen sehen. 40.000 Jahre alte Kulturen bestaunen und moderne Popszene erleben. Australien ist so faszinierend, weil es ein Kontinent der Gegensätze ist.

Doch nicht nur das Land, sondern auch die sieben größten Städte unterscheiden sich voneinander. Da sie zudem die internationalen Gateways sind, erscheinen entsprechende City-Porträts für die Reiseplanung durchaus notwendig. Denn während in Darwin jahrein jahraus eine schwül-feuchte Hitze herrscht, wissen die Melbourner sehr wohl, wie eine Zentralheizung funktioniert.

Sydney ist das Herz des Landes – trotz Canberra, der Reißbrett-Hauptstadt. Sydney repräsentiert Australien und ist mit vier Millionen Einwohnern die Antwort auf San Francisco, Rio und Hongkong. In Sydney pulsiert das Leben, dort werden Trends gesetzt.Melbourne heißt auch The great old Lady und muss sich hinter Sydney nicht verstecken: Melbourne, die Nummer zwei des Landes, hat nur 600.000 Einwohner weniger. Es gibt sehr gute wirtschaftliche Bedingungen, ein reichhaltiges Kulturangebot und trotz der Wolkenkratzer, in denen Millionengeschäfte abgewickelt werden, ein im positiven Sinne altmodisches Flair. Aber der Stadt fehlt das Tüpfelchen auf dem i. Das brachte auch die zur schnöden Werberallye verkommene Formel 1 nicht, die anscheinend mit viel Geld angelockt wurde. Denn der große Preis von Australien fand traditionell bis 1995 in Adelaide statt.

Nach der in Thüringen geborenen englischen Königin Adelaide ist die hübsche Küsten-Kunst-Metropole benannt. Das moderne Festival Centre erinnert mit seinem Zeltdach ein wenig an Sydneys Opernhaus. Stolz trägt die Hauptstadt Südaustraliens auch Beinamen wie Festival City. Das Kulturzentrum umfasst mehrere Theater und Bühnen, ist aber auch Schauplatz von landesweit bekannten Festivals mit Theater, Oper, Ballett und Ausstellungen. So zieht das Adelaide Festival of Arts, aber auch das Glenelg Jazz Festival sogar Künstler von Weltrang an.

Etwa 3.000 Kilometer in westlicher Richtung liegt die abgeschiedenste Millionenstadt auf dieser Erde: Perth. Australiens drittgrößte Metropole zählt rund 1,4 Millionen Einwohner. Vom Weltall aus gesehen, soll Perth die einzige Großstadt der Erde sein, die man nachts exakt identifizieren kann, weil sich die Lichter der Stadt so klar abtrennen vom Tausende Kilometer umgebenden Dunkel des Nichts. Nur 80.000 Menschen – aus 50 Nationen – leben in der kleinen, aber doch größten Stadt des Northern Territory. Sonne pur und sintflutartige Regenfälle während der Regenzeit von November bis April sind die Kennzeichen von Darwin. Mit achteinhalb Sonnenstunden am Tag ist sie die sonnigste Hauptstadt des Kontinents.

Cairns versteht sich dagegen als das Tor zum Great Barrier Reef. Junge Leute und Partys, Sonne und Strand, unzählige Motels und Boutiquen, Anbieter von Rifffahrten und Inseltouren: Das ist Cairns. Vor Jahren hat die Stadt die 100.000-Einwohner-Marke geknackt. In den 1940er Jahren hatte Cairns keine 10.000 Menschen und das Wort Tourismus existierte hier noch nicht.

Brissie, weiter südlich, zeigt sich als eine der lässigsten Millionenstädte der Welt. Die Hauptstadt von Queensland verströmt wie kaum eine zweite australische City dieses tropisch-relaxte Downunder-Gefühl. Motto: Besser zum Surfen gehen, als einen neuen Entwurf zu machen.

Quelle: Touristik Aktuell

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