Paraguay: Innenpolitische Krise nach Polizeieinsatz gegen Landarbeiter

Paraguay droht eine schwere innenpolitische Krise. Den Hintergrund bildet das am 21. Juni von der Parlamentsopposition eingeleitete Amtsenthebungsverfahren gegen den linksgerichteten Staatspraesidenten Fernando Lugo. Anlass hierfuer war ein mit Waffengewalt ausgetragener Landkonflikt zwischen Landbesetzern und Sicherheitskraeften im circa 250 km nordoestlich der Hauptstadt Asuncion gelegenen Ort Curuguaty Mitte Juni. Bei der Schießerei kamen nach Angaben der oertlichen Rettungskraefte sieben Polizisten und zahlreiche Bauern ums Leben. In einer ersten Reaktion auf die Auseinandersetzung hatte Praesident Lugo seinen Innenminister und den Polizeichef des Landes entlassen. Da insbesondere die aermeren Schichten im laendlichen Raum Praesident Lugo unterstuetzen, drohen rund um das Amtsenthebungsverfahren neue Auseinandersetzungen.

In Reaktion auf die juengste Entwicklung hat das Auswaertige Amt am 21. Juni abends seinen Sicherheitshinweis aktualisiert. Es raet derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Paraguay ab und schreibt woertlich:

“Aufgrund der aktuellen Regierungskrise sind politische Unruhen nicht auszuschließen. Deshalb wird empfohlen, von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Paraguay derzeit abzusehen und Menschenansammlungen zu meiden.”

Aktuell reisen keine Gaeste von uns in Paraguay.

Wir bieten Paraguay ausschließlich bei umfassenden Suedamerikareisen an, der Aufenthalt ist dabei im Land auf wenige Tage begrenzt. Die naechsten Gaeste erwarten wir am 17. Juli in der Hauptstadt Asuncion, weitere Ankuenfte folgen Ende August und dann erst wieder Ende Oktober.

Wir werden die Gaeste mit Abreise im Juli und August umgehend ueber die aktuelle Lage in Paraguay informieren und ihnen bei anhaltend angespannter Lage anstelle des geplanten Kurzaufenthalts in der Hauptstadt Asuncion ein Alternativrouting anbieten. In Hinblick auf die Ende Oktober beginnende Reise werden wir spaetestens Mitte August entscheiden, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind und die Gaeste entsprechend informieren.

Es besteht weiterhin kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Suedamerikareisen.

Stand: 22. Juni 2012 (Quelle: Studiosus Reisen)

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