Indien: Grundlegende Ueberarbeitung der Medizinischen Reisehinweise durch das Auswaertige Amt

Das Auswaertige Amt hat am 13. April seine reisemedizinischen Informationen zu Indien grundlegend ueberarbeitet und praezisiert.

In der aktuellen Fassung weist das Amt zum ersten Mal auf ein in Indien landesweit bestehendes geringes Risiko einer Uebertragung der Japanischen Enzephalitis (JE) hin: Sie ist eine durch nachtaktive Muecken uebertragene und durch Viren ausgeloeste Entzuendung des Gehirns bzw. der Hirnhaut und kommt in vielen laendlichen Gebieten Asiens vor. Zur Vermeidung einer JE-Infektion empfehlen Tropenmediziner neben dem in Indien – auch zur Vermeidung anderer Krankheiten – dringend anzuratenden Mueckenschutz bei laengeren Aufenthalten in laendlichen Gebieten auch eine Schutzimpfung. Dazu heisst es im Reisehinweis des Amtes woertlich:

„…Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber haeufig schwer und hinterlassen bleibende Schaeden oder enden toedlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfaeltiger Mueckenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein geringes Uebertragungsrisiko fuer JE besteht in Indien landesweit, besonders auf dem Land. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es immer wieder zum gehaeuften Auftreten von Enzephalitiden und Hirnhautentzuendungen, deren Ursache nicht immer eindeutig geklaert werden kann und die verschiedenen Erregern zugeschrieben werden. …“

Zudem nimmt das Amt zu mehreren seit Herbst 2011 in Zuchttierbestaenden aufgetretenen Infektionsfaellen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 Stellung und schreibt:

„In Indien sind in der Vergangenheit Faelle von aviaerer Influenza („Vogelgrippe“) bei Tieren, nicht jedoch bei Menschen, aufgetreten. Betroffen war zuletzt im Herbst 2011 der Bundesstaat West-Bengalen. Das Risiko fuer Reisende gilt als gering. Trotzdem sollte sicherheitshalber bei Reisen im Land auf Kontakt mit Voegeln und Gefluegel und insbesondere auf den Besuch von Gefluegelmaerkten verzichtet werden.“

Aktuell reisen zahlreiche Gaeste von uns in Indien. Weitere Gaeste folgen in den naechsten Tagen und Wochen.

Alle unsere Indien-Gaeste erhalten die Reisemedizinischen Hinweise des Auswaertigen Amtes bei Buchung. Sie sind somit ueber die reisemedizinischen Risiken im Land informiert. Zudem empfehlen wir allen Indien-Gaesten vor Reisebeginn eine reisemedizinische Fachberatung.

In Reaktion auf Berichte der Weltgesundheitsorganisation WHO ueber neue Faelle der Vogelgrippe H5N1 bei Zuchttieren verzichten wir in Indien seit Ende 2011 auf alle ungenuegend gegarten Gefluegelgerichte und auf den Besuch von Marktbereichen, in denen mit lebenden Zuchtvoegeln gehandelt wird. Zudem werden alle Gaeste mit den Reiseunterlagen ueber das erneute Auftreten des Virus informiert.

Unabhaengig von dieser Aktualisierung der Gesundheitshinweise haben alle unsere Indien-Gaeste im Jahr 2012 ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise.

Quelle: Studiosus Reisen

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