Nach Streik-Krimi: Flugverkehr weitgehend normal

Nachdem der Fluglotsenstreik erneut in letzter Minute verhindert wurde, ist der Flugverkehr in Deutschland am Dienstag weitgehend normal angelaufen. So seien auf dem größten Flughafen in Frankfurt nur 30 bis 40 Maschinen außerplanmäßig geflogen, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Dabei handelte es sich um Verbindungen, die von den Airlines wegen der drohenden Streiks verlegt worden waren. Auch an anderen Flughäfen waren die Startzeiten einiger Flüge geändert worden.

In der Nacht zum Dienstag hatte sich der Tarifkonflikt zwischen der Fluglotsengewerkschaft GdF und der Deutschen Flugsicherung (DFS) erneut dramatisch zugespitzt. Nachdem sowohl das Arbeitsgericht Frankfurt als auch das hessische Landesarbeitsgericht den Streik für rechtmäßig erklärt hatten, riefen die Arbeitgeber die Schlichtung an und vereitelten somit den Ausstand wenige Stunden vor seinem geplanten Beginn.

Die GdF hatte alle tariflich beschäftigten Fluglotsen für Dienstagvormittag von 6.00 Uhr bis 12.00 Uhr zum Ausstand aufgerufen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft wären rund 3.000 deutsche und internationale Flüge mit 400.000 Passagieren betroffen gewesen.

Die DFS hatte wie schon am vergangenen Mittwoch versucht, den Streik per einstweiliger Verfügung juristisch zu verhindern. Mit der jetzt angerufenen Schlichtung nutzten die Arbeitgeber die letzte Möglichkeit, die Arbeitsniederlegungen noch abzuwenden. Während des Vermittlungsverfahrens, das voraussichtlich vier Wochen dauert, sind die Tarifparteien an die Friedenspflicht gebunden. Quelle: Touristik Aktuell

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