Fluglotsenstreik: DRV mahnt zur Besonnenheit

Mit Blick auf den am morgigen Donnerstag drohenden Fluglotsenstreik fordert der DRV die Tarifparteien auf, ihren Konflikt nicht auf den Rücken der Urlauber auszutragen. „Eine Lösung der Tarifauseinandersetzung sollte am Verhandlungstisch gefunden werden und darf nicht die Fluggäste treffen, die ihre notwendige geschäftliche Reise oder ihren wohlverdienten Urlaub antreten wollen“, mahnt DRV-Präsident Jürgen Büchy die Beteiligten zur Besonnenheit.

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Dienstag alle tariflich beschäftigten Fluglotsen aufgefordert, am Donnerstag in der Zeit von 6:00 bis 12:00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Die Folge wären massive Einschränkungen im deutschen Luftverkehr: Laut GdF könnten bis zu 2.500 Flüge direkt betroffen sein.

Die Arbeitgeber wollen dagegen jedoch juristisch vorgehen und den Streik per einstweiliger Verfügung abwenden. Eine gerichtliche Entscheidung wird im Laufe des heutigen Tages erwartet.

Zuvor hatte die DFS den Fluglotsen ein neues Angebot vorgelegt, was der GdF-Bundesvorstand jedoch „als nicht verhandelbar“ zurückwies. Die Gewerkschaft fordert für ihre rund 5.500 Mitarbeiter 6,5 Prozent mehr Lohn. Neben dem Gehalt geht es im Tarifkonflikt auch um Fragen der internen Organisation der Flugsicherung sowie um Arbeitszeiten und Eingruppierungen.

 

 

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