Kosovo: Auseinandersetzungen rund um zwei Grenzstationen zu Serbien

Im Norden des Kosovo kommt es seit dem 26. Juli auf den Zufahrtstraßen zu den Grenzuebergaengen Jarinje und Brnjak zu Straßenblockaden und gewalttaetigen Auseinandersetzungen zwischen Angehoerigen der serbischen Minderheit und der kosovarischen Polizei. Es gab bisher juengsten Medienberichten zufolge einen Toten und mehrere Verletzte. Den Unruhen vorausgegangen war die Besetzung der beiden Grenzstationen durch Spezialeinheiten der kosovarischen Polizei. Bisher hatten EU-Polizisten im Rahmen des EULEX-Einsatzes die Grenzuebergaenge bewacht.

Ueber die Fuehrung der im Kosovo stationierten internationalen KFOR-Truppen haben indirekte Verhandlungen zwischen der serbischen und der kosovarischen Fuehrung begonnen, die Lage in der Grenzregion ist jedoch weiterhin angespannt.

In Reaktion auf die juengste Entwicklung hat das Auswaertige Amt am 27. Juli seinen Sicherheitshinweis zum Kosovo wie folgt aktualisiert:
„Am 26.7.2011 ist es zu gewalttaetigen Zusammenstoeßen im Norden Kosovos gekommen. Auf Grund der unklaren Sicherheitslage wird Reisenden geraten, groeßere Menschenansammlungen zu meiden und besonders vorsichtig zu handeln. Insbesondere sollten bis auf weiteres die Grenzuebergaenge zu Serbien (bei Brnjak bzw. Jarinje) nicht benutzt werden.“
Zudem raet das Auswaertige Amt in seinem ebenfalls aktualisierten Hinweis zu Serbien von Benutzung der Grenzuebergaenge zwischen Serbien und dem noerdlichen Teil Kosovos ab.
Aktuell reisen keine Gaeste von uns in der Region. Die naechste Reisegruppe sollte im Rahmen einer umfassenden Balkanreise am 28. August von Serbien kommend in den Kosovo einreisen.

Sollte es bis Ende August zu keiner nachhaltigen Beruhigung der Lage im Grenzgebiet kommen, werden wir die Reiseroute an diesem Tag umstellen und die Einreise in den Kosovo ueber eine sichere Alternativroute anbieten.

Es besteht auch weiterhin kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Balkanreisen.

Quelle: Studiosus Reisen

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