Marokko – Märkte in Marrakesch

Unruhe, politische Diskussionen, Demos? Wer derzeit durch Marokkos Königsstädte reist, bekommt vom Umbruch in der arabischen Welt nur wenig mit. Hier und da läuft ein Fernseher mit Nachrichten. Ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang. Das gilt vor allem für die Souks und Basare, in denen Touristen Orient zum Anfassen geboten wird.

So etwa in der Metropole Marrakesch. Ausgangspunkt der Basar-Touren ist der berühmte Djemaa el Fna-Platz. Verlässt man ihn an der Nordseite, erreicht man zuerst die Töpferläden mit ihren teils bunt bemalten und glasierten, teils roh gebrannten Schalen, Schüsseln, Bechern und Töpfen. Weniger schwer und zerbrechlich sind die Angebote im Stoff-Souk, den man durch das Haupttor des Marktes an der Rue Souk Smarine erreicht.

Auf dem Rahba-Kedima-Platz befand sich einst der Sklavenmarkt, auf dem über Jahrhunderte hinweg Arbeitskräfte versteigert wurden. Heute bieten hier Gewürzhändler ihre Schätze feil. Allerdings kommt nicht alles, was als Safran verkauft wird, aus einer Krokusblüte. Auch in Fes sollte man sich Zeit nehmen für einen Bummel durch die Souks, in deren Gassen nur Esel und Maultiere Lasten transportieren dürfen. Lederwaren, wie die typischen, spitz zulaufenden Pantoffeln (Babuschen) findet man im Souk Aïn-Allou hinter der Ech-Cherabliyine-Moschee in der Hauptgeschäftsstraße der Medina, der Rue Talaa-Kebira.

Kunstvolle hölzerne Schatullen kauft man um den dreieckigen Nejjarine-Platz, Luxusartikel sind in den Kissaria zusammengefasst. Dort werden kostbar gefertigte Stoffe und Kleidungsstücke angeboten, aber auch Berberschmuck aus Silber. Weitere Schmuckläden gibt es in der Mellah, dem früheren jüdischen Ghetto.

Die Souks von Meknès gehören zu den schönsten und ursprünglichsten des Landes. Rund um die Koranschule Bou Inania aus dem 14. Jahrhundert kommt der Besucher kaum mehr aus dem Staunen heraus. Trotz der Größe der Medina findet man sich mit einigermaßen gutem Orientierungssinn gut zurecht. Überschaubarer sind die Souks der vierten Königsstadt, Rabat. Doch auch hier gilt: Wer den Teppich seiner Träume gefunden hat, sollte auch hier um den Preis feilschen.

Andrea Reck (gefunden bei Touristik Aktuell)

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