Island: Sperrung des islaendischen Luftraums

Seit dem 21. Mai abends ist der im unbewohnten Suedosten Islands gelegene Vulkan Grimsvoetn wieder aktiv. Durch den Ausbruch des weitgehend von Gletschern bedeckten Vulkans entwickelte sich eine bis auf 20.000 Meter Hoehe reichende Asche- und Rauchwolke, die sich ueber weite Teile Islands und den Nordatlantik in Richtung Groenland ausbreitete. Seit dem 22. Mai vormittags gilt im Umkreis von 220 Kilometern eine Flugverbotszone. Auch der Flugbetrieb auf dem internationalen Flughafen von Keflavik wurde eingestellt. Die Sperrung wurde in der Zwischenzeit mehrmals verlaengert und gilt nach derzeitigem Stand auch am heutigen 23. Mai bis mindestens um 19.00 Uhr.

Nach uns aktuell aus Island vorliegenden Informationen ist die suedliche Ringstraße in der Zwischenzeit wieder fuer den Verkehr geoeffnet, in einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern faellt aber weiterhin dichter Ascheregen. Die vulkanologischen Messstationen vermelden derzeit jedoch wieder einen leichten Rueckgang der Aktivitaet. Die letzten Ausbrueche des Grimsvoetn – der letzte hatte sich im November 2004 ereignet – waren stets heftig, aber vergleichsweise kurz.

Derzeit ist noch nicht absehbar, welche Auswirkungen der Ausbruch auf den Luftverkehr ueber dem Nordatlantik und in Nordwesteuropa haben wird. Die europaeische Flugsicherungsbehoerde Eurocontrol geht aktuell davon aus, dass es in den naechsten 24 Stunden außerhalb von Island zu keinen Beeintraechtigungen des europaeischen Luftverkehrs kommen wird.

In Reaktion auf den Ausbruch des Grimsvoetn hat das Auswaertige Amt am 23. Mai seinen Sicherheitshinweis zu Island wie folgt aktualisiert:

„Nach dem Ausbruch des Vulkans Grimsvoetn hat sich ueber Island eine Aschewolke gebildet, die zu Beeintraechtigungen des Flugverkehrs fuehren kann. Reisenden wird empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen.“

Aktuell reisen aus saisonalen Gruenden keine Gaeste von uns auf Island. Die naechsten Abreisen sind wieder ab dem 31. Mai vorgesehen.

Wir gehen derzeit davon aus, dass wir diese Reisen wie geplant durchfuehren koennen. Unser Krisenstab beobachtet die Lageentwicklung sowohl in Hinblick auf die Situation in Island wie auch auf moegliche Beeintraechtigungen im europaeischen Luftverkehr sehr intensiv und wird bei Bedarf alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Das naechste Update zur Lage veroeffentlichen wir heute um 16.30 Uhr.

Es besteht derzeit kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Islandreisen.

Mit freundlichen Gruessen

Ihr Studiosus-Sicherheitsmanagement

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