Handgepäck: Vorerst bleibt alles beim Alten

Eigentlich sollte am Freitag das seit November 2006 geltende Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck gelockert werden, doch nun hat die EU-Kommission kurzfristig einen Rückzieher gemacht. Viele EU-Staaten hätten die Flughäfen noch nicht mit den notwendigen Scannern für Taschen und Rucksäcke ausgerüstet und könnten daher nicht für die Sicherheit garantieren, heißt es aus Brüssel. Die für den 29. April gesetzte Frist zur teilweisen Aufhebung des Verbots könne daher nicht eingehalten werden. Die EU-Behörde empfiehlt den Staaten, die geplante Lockerung auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die letzte Entscheidung liegt bei den Mitgliedsstaaten.

Eigentlich sollten von heute an Flugpassagiere ihre Duty-Free-Einkäufe beim Umsteigen an deutschen Flughäfen behalten dürfen – ganz gleich aus welchem Land sie kommen. Bisher wurden große Flaschen beim Umsteigen konfisziert, wenn sie nicht von Flughäfen in der EU, den USA, Kanada, Singapur oder Kroatien stammten.

Die neue Regelung sah vor, dass weiterhin die Flüssigkeiten zusammen mit einem Kaufbeleg in einer versiegelten Plastiktüte transportiert werden müssen. Da nach den EU-Vorgaben ein bestimmter Prozentsatz dieser Flaschen an den Sicherheitskontrollen untersucht werden muss, wurden an den deutschen Flughäfen mit Transitverkehr jetzt neue Flüssigkeitsscanner installiert. Dennoch befürchten die Flughafenverbände, dass die Technik noch nicht ausgereift ist. Der Airports Council International ist sogar der Ansicht, “dass diese Neuregelungen die öffentliche Sicherheit potenziell gefährden”.
(gefunden bei: Touristik Aktuell)

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