Rail & Fly: Ticketing-Probleme sorgen für Unmut

Rund 70 Reiseveranstalter und 80 Airlines im Boot, ein zweistelliges Umsatzwachstum pro Jahr – für die Deutsche Bahn ist der „Zug zum Flug“ eine Erfolgsstory. Allerdings sind nicht alle Kooperationspartner mit Rail & Fly glücklich: Im Bereich des Linienfluggeschäfts gebe es diverse technische Probleme, unter denen der Kunden-Service leide, berichten mehrere Veranstalter. 
So ärgert sich Wikinger Reisen über das 2010 geänderte Automaten-Ticketing – vor allem, weil die Fahrscheine für die Hin- und Rückfahrt getrennt abgeholt werden müssen. Auch die Tatsache, dass DB-Automaten die Fahrscheine für die Hinfahrt frühestens 72 Stunden vor Abflug ausspucken, hält der Aktivreisespezialist für „kundenunfreundlich.“ Anett Schäffner von Karawane Reisen wiederum regt sich besonders über fiktive Fahrzeiten mit abenteuerlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten auf, die Flugreservierungssysteme in Reisepläne schreiben. „Das verunsichert die Kunden“, meint die Managerin.
Der Bahn sind diese operativen Probleme durchaus bewusst. So räumt Produkt-Manager Kai de Graaff ein, dass Rail & Fly stark auf den Eigenvertrieb der Airlines zugeschnitten und „nicht optimal“ sei. An Verbesserungen werde bereits gearbeitet, stellt der DB-Vertreter in Aussicht.
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